| Jahresbericht 2011 |
|
|
|
| Donnerstag, 22. Dezember 2011 um 00:00 Uhr |
Jahresbericht 2011
"Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird!" (Lukas 2.10)
Dezember 2011 Liebe Geschwister, liebe Freunde Mit viel Freude stellte mein 5 jähriger Enkel heute die Figuren der Weihnachtskrippe im Garten auf. „Omi, es wird bald Weihnachten". Behutsam nahm er die Kinderfigur vom Kindlein in der Krippe in die Hand. Der kleine Maximo liebt Jesus und kennt die Geschichte von Bethlehem bis Golgatha genau und wir versuchen als Familie, dass er Jesus auch im täglichen Leben erleben kann. Morgen wird in der ganzen christlichen Welt der 2. Advent gefeiert, die Vorbereitung, um das größte Geschenk Gottes auf der Welt zu empfangen: den Heiland! Ob das immer noch der wichtigste Inhalt der Adventswochen ist? Wir wollen euch alle mit dem Herz voller Freude und Dankbarkeit grüßen und durch diesen Jahresbericht wissen lassen, dass wir weiterhin an Gottes Gnade und Liebe glauben und versuchen, diese Botschaft an die vielen Kinder und Jugendlichen, die täglich von morgens bis abends im Schulzentrum sind, weiterzugeben. Wenn auch die äußeren Umstände uns manchmal den Mut nehmen wollen, so können wir doch immer wieder sagen: „Der Herr ist treu"! In diesem Jahr gab es wieder viel Arbeit, viele Kämpfe, viele frohe Stunden und jetzt am Jahresende wieder viele Vorbereitungen für das Jahr 2012. Die 760 Schüler beginnen in den nächsten Tagen ihre großen Sommerferien und so langsam wird es stiller auf unserem Gelände. Am 10.12 nehmen die Abiturienten (darunter 17 Patenkinder) von uns Abschied und beginnen - mit guter Vorbereitung - ihr Leben als Universitätsstudenten. Die meisten müssen für ihren Unterhalt arbeiten und wir sind froh, dass viele schon eine Arbeitsstelle gefunden oder auch ein Stipendium von einer Universität erhalten haben.
In diesem Jahr haben wir wieder 3 verschiedene Schülerfreizeiten durchführen können dank einer Spende, die uns aus dem Chaco als Hilfe für die Schüler gerade zur richtigen Zeit gesendet wurde. Es sind Tage für die Schüler, in denen sie weg von ihrem Zuhause leben können und wir sehen mit Freuden, wie dann auch die Werte zu erkennen sind, die wir ihnen im christlichen Rahmen vorleben möchten und wie so manche eine Entscheidung für ein Leben mit Gott treffen. Wir erleben dabei auch immer wieder, wie Lehrer gerne ihre Zeit spenden, um die Schüler zu begleiten und diesen, auch fern von Unterrichtstunden, zum Segen sind. Außer diesen Freizeiten für Schüler hatten wir zwei für Lehrer und zwei für Eltern.
Natürlich gab es auch in diesem Jahr sportliche Wettbewerbe mit anderen christlichen Schulen, sowohl national als auch international. Momentan ist eine unserer Schülerinnen in Kolumbien, um Paraguay als Sportlerin in der Leichtathletik zu vertreten. Im vorigen Jahr waren Schüler in Peru. Besonders freuen wir uns, dass es jedes Mal Patenkinder sind, die so etwas mitmachen können, etwas, was sie sich niemals erträumt hätten - dank der Pateneltern, die sich so treu um die Kinder kümmern. Die Tage der offenen Tür in der Schule, bei uns EXPO genannt, waren sehr gut besucht und nicht nur Eltern, sondern auch Obrigkeiten ermuntern uns mit ihrem Lob. Die Schule hat einen sehr guten Ruf, nicht nur wegen der akademischen Lehre, sondern besonders auch wegen des guten Benehmens der Schüler. Immer wieder fällt es Besuchern auf, wie höflich und freundlich die Schüler sind, etwas was in den meisten Schulen kaum zu sehen ist. Natürlich macht uns das froh, aber wir wissen genau, wie viel Arbeit und besonders Gebet dahinter steht. Mehr denn je merken wir immer wieder, wie viel Probleme die Schüler in ihren Familien haben. Scheidung, Gewalt in der Familie usw. machen viele Schülerherzen traurig, mutlos, ohne Hoffnung für die Zukunft. In diesem Jahr haben wir auch mehrmals sexuellen Missbrauch entdeckt. Darüber zu sprechen ist besonders schwer, doch wir versuchen einzugreifen zum Wohle der Kinder. Was uns besonders zu schaffen macht, ist ein Gesetz über den Leitrahmen zur Sexualaufklärung, das ab dem nächsten Jahr in allen Schulen angewendet werden soll. Diese Richtlinien sehen vor, dass von der Homosexualität bis zum Sadomasochismus alles als normal und als freie Entscheidung des Einzelnen anzusehen ist. In fast jedem Fernsehprogramm wird die Homosexualität gefördert, so dass sich viele Jugendliche die Frage stellen: Und was ist schon dabei? Bisher hat die katholische Kirche noch viel Kraft und zusammen mit den Evangelischen daran gearbeitet und dieses Gesetz gestoppt. Aber NGOs (Nichtregierungsorganisationen), haben die Schulbücher mit dem neuen Material schon gespendet und diese werden jetzt in den offiziellen Schulen als Geschenk ausgeteilt. Ob wir als private Schulen davon bewahrt bleiben ist die Frage, aber wir beten sehr dafür. Vor einigen Jahren war Paraguay ein Durchgangsland der Drogen. Heute, ganz besonders auch in Limpio, werden Drogen verteilt, verkauft und täglich werden Menschen überfallen, auch getötet, von Drogensüchtigen, die Geld für ihre Sucht brauchen. Oft kommt es uns vor, als hängen dunkle Wolken über unserer Stadt. Vor einigen Tagen hat ein Vater in unserer Nähe seine beiden kleinen Kinder ermordet, es gibt immer mehr solche Fälle. Jedes Wochenende gibt es an die 25 Todesfälle wegen Unfälle durch Trunk- und Zank, sogar unter Familienangehörigen. Wenn man täglich die Nachrichten hört, kann einem das Herz sehr schwer werden, aber es hat uns alle dazu gebracht, mehr zusammen zu beten und uns dem Herrn anzuvertrauen. Jeden Abend sind wir dankbar für die Bewahrung durch unseren Herrn.
Vier unserer Mitarbeiter verlassen uns, um in die Inland-Mission zu gehen. Wenn es auch ein großer Verlust für uns ist, so freuen wir uns doch, dass der Herr unter unserem Personal wirkt und sie zu einem Missionsdienst ruft. Eine von ihnen ist unsere ehemalige Schülerin, auch ein Patenkind, und in den letzten Jahren unsere Sozialarbeiterin. Doch der Herr hat in seiner Treue schon für guten Ersatz gesorgt.
Eigentlich wollten wir Weihnachten wieder bei unseren Kindern in Deutschland verbringen und unsere Besuchsreise, wie alle 2 Jahre, machen, doch aus verschiedenen Gründen haben wir diese bis zum deutschen Frühling verschoben. Genaues Datum geben wir an, wenn die Tickets gekauft sind, aber wir freuen uns jetzt schon darauf, viele von euch wieder zu sehen. Allen Pateneltern der 362 Schüler sind wir sehr dankbar für das treue Mittragen. Von einigen werden die Patenkinder mit dem Abitur fertig, andere haben schon angekündigt, dass sie die Schule aus verschiedenen Gründen (Umzug, höhere Lebenshaltungskosten oder auch Familienprobleme) verlassen werden. Wir bitten euch alle sehr, einem anderen Kind die Möglichkeit zu geben, die Schule weiter zu besuchen. Es ist nicht umsonst, und wir sehen, dass der ausgestreute Samen seine Frucht bringt. Das macht uns immer wieder Mut zum Weitermachen! Persönlich geht es uns gut, trotz mehrerer Krankheiten in diesem Jahr. Weihnachten werden wir in Limpio mit unseren Kindern und vielen Enkeln verbringen. Zu unserer großen Freude kommt Jessica aus Deutschland zu Besuch und Antonio, einer unserer Herzenssöhne, mit seiner Frau aus Spanien. Wir möchten in Freude und Dankbarkeit ein frohes Weihnachtsfest haben, das Beisammensein genießen und unseren Enkeln das beste Erbe weitergeben: die Liebe Gottes, die sich durch Jesus offenbart hat! Der treue Gott segne euch alle und schenke euch auch für das Neue Jahr viel Freude und Frieden und das Erfahren des obigen Bibelverses. Bitte betet und helft uns weiter, die frohe Botschaft durch die Schule zu verkünden. Wir denken immer im Gebet mit Dank an euch Eure, auch im Namen aller Mitarbeiter Eure Mónica und Gastón Guzmán Hier können Sie den Jahresbericht als PDF runterladen: Hier finden Sie ältere Rundriefe: . |