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Die Geschichte des Centro Educativo Ñandejara

Das Kinderheim Heute und Früher

Hilfe als ein Zeugnis der Liebe Jesu

Seit mehr als 25 Jahre ist das Kinderheim und die Schule Nandejara ein Platz, an dem paraguayischen Kindern und Jugendlichen geholfen wird. In diesem Schulzentrum gehören Hilfe, Seelsorge, Unterricht und Mission zusammen! Ob Elend, Armut, Krankheit sowie andere Probleme, jede Hilfe soll ein Zeugnis der Liebe Jesu sein.

Das Haus der Liebe

Im Jahre 1976 folgten wir (Mónica Huck und Gastón Guzmán) dem Ruf Gottes, als Missionare von Argentinien nach Paraguay aus zuwandern, um Waisen und verstoßene Kinder aufzunehmen.
1981 begann dann unsere Missionsarbeit in Limpio mit dem Kinderheim - Hogar de Niños Ñandejara / Casa ÁGAPE ( Haus der Liebe ), unter dem legalen Status der Körperschaft Evangelische Vereinigung Biblischer Versammlungen von Paraguay („Asociación Evangélica Asambleas Bíblicas del Paraguay"). Für dieses Vorhaben wurde ein Anwesen 25 km von Asunción entfernt, in der Stadt Limpio, bestimmt.
Hier fanden 54 verlassene oder verstoßene Kinder ein Zuhause und lebten mit unseren zwei eigenen Kindern als eine Familie zusammen.
Nach 25 Jahren, als die aufgenommenen Kinder das Erwachsenenalter erreicht hatten und selbständig wurden , verwandelte sich das Kinderheim in eine Kindertagesstätte, die soziale Hilfe für hilfsbedürftige Kinder mit einschloss.

Der christliche Glaube als Grundbaustein

Im Jahr 1983 wurde die heutige Schule, auf dem selben Grundstück, mit einer Vorschule gegründet und als solche Schule an ein anderes, christliches Zentrum angegliedert, laut dem Ministerialbeschluß Nr. 123 (Spanisch: „Resolución Ministerial Nº 123"). Einige Jahre später befreite man sich von diesem, so dass die Schule unabhängig wurde. Die Schule erhielt Prinzipien und eine klare Missionsvision, die dieses Zentrum bis heute lebt und verfolgt.

Der christliche Glaube, ist der Grundbaustein dieser Schule und alle Lehrer sind Christen. Sie möchten dazu beitragen, das Land Paraguay positiv zu verändern, indem sie den Kindern und Jugendlichen während ihrer Schulzeit eine breite Basis an Wissen und Glauben vermitteln.

Im Jahr 1989 kam es erstmalig zur Durchführung des Unterrichts der kompletten Primärstufe, welche die Schule heranwachsen ließ, nicht nur in der Anzahl der Schüler, sondern auch in Form von besseren Gebäuden, verbessertem didaktischen Material, einer besseren Vorbereitung christlicher Lehrer, etc. Während dieses Jahres begannen wir mit einem neuen Lehrsystem. Dies basierte nach wie vor auf den geforderten Plänen des Ministeriums für Erziehung und Bildung (in Spanisch bzw. Paraguay: „MEC"), aber es beinhaltete auch Neuerungen, die sehr gewinnbringend waren und sich in der Qualität und im Erfolg der Schule und deren Unterricht zeigten. Bis zum heutigen Tag wird dieses hohe Niveau beibehalten und sogar stetig verbessert.

Etwa die Hälfte der Schüler wird durch Patenschaften aus Deutschland unterstützt. So bekommen viele Kinder aus armen und schwierigen Familienverhältnissen die Chance, durch eine fundierte und breit gefächerte Allgemeinbildung an dieser Schule, einen guten Studien- oder Arbeitsplatz zu erhalten und somit eine Perspektive für ihr weiteres Leben.

Jugendliche auf ihre Zukunft vorbereiten

Jahr für Jahr werden verschiedene Etappen erreicht, die sich aus den festgelegten Zielen ergeben.

Im Jahr 1995 wurde die Sekundarstufe mit dem Ministerialbeschluß Nr. 284 (Spanisch: „Resolución Ministerial Nº 284") eröffnet. Und es kristallisierte sich ein weiterer Teil der anfänglichen Vision heraus: Jugendliche auf ihre Zukunft vorzubereiten, in dem technischer Unterricht erteilt wird. Das Ministerium für Erziehung und Bildung genehmigte die Eröffnung des technischen Abiturs in Rechnungswesen (bzw. Buchhaltung) und Informatik. Die damit erzielten Erfolge zeigten sich insbesondere während der lehrplanmäßigen Praktika in den vielen verschiedenen Firmen.

Im Jahr 2006 wurde das naturwissenschaftliche Abitur mit Fokus auf grundlegende Wissenschaften eingeführt, um den Schülern eine weitere Wahlmöglichkeit bzgl. ihrer höheren Ausbildung anzubieten.

Paraguay positiv verändern

Was mit einem Haus für das Kinderheim und einigen Räumen für die Schule begann, hat sich mittlerweile zu einem Komplex aus sieben Gebäuden, mit ca. 700 Schülern entwickelt.

Es ist erfreulich zu beobachten, wie sich im Laufe der Zeit auch dass Leben vieler Familien durch den Einfluss der Schule stabilisiert. Monatlich werden gut besuchte Elternversammlungen abgehalten, in denen über Erziehung, Familienleben und die vielfältigen sozialen Probleme gesprochen wird. Nicht für jede Situation gibt es sofort eine Lösung, doch mit Gottes Hilfe wird Hoffnung vermittelt und in vielen Fällen auch praktisch geholfen.

Jedes Jahr... erwarten wir die nächsten, neuen Herausforderungen!

Gezeichnet: Mónica Huck de Guzmán und Gastón Guzmán

 
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